Lösung zur Vor-Ort-Wasseraufbereitung für Gaspipeline-Projekt – Batterieherstellung in Bécancour

Im Rahmen der Entwicklung wichtiger Infrastrukturen zur Unterstützung des wachsenden Sektors der Batterieherstellung in Quebec wurde in Bécancour ein Gaspipeline-Projekt gestartet. Die Pipeline ist von zentraler Bedeutung für die Energieversorgung der nahegelegenen Batteriewerke, und bei ihrem Bau sind Bohrarbeiten unerlässlich.

Doch wie bei vielen Großprojekten mit Erdarbeiten stellte auch dieses Projekt eine große Herausforderung im Hinblick auf die Einhaltung der Umweltauflagen dar. Beim Richtbohren wurden große Mengen Wasser freigesetzt, das mit feinen Gesteinspartikeln belastet war und wegen seines hohen Gehalts an Schwebstoffen nicht in die Umwelt abgeleitet werden konnte. Sollte man keine Lösung finden, so würde dieses Problem ein ernsthaftes Risiko darstellen – sowohl im Hinblick auf die Einhaltung der Umweltstandards als auch auf den Projektzeitplan.

Standort Bécancour, Canada
Jahr 2024

Problemstellung

Während der Bohrer sich durch dichte Gesteinsformationen vorwärtsbewegte, entstand ein Schlamm aus Wasser und Feinpartikeln, der die herkömmliche Methode des Dekantierens überforderte. Der Sedimentgehalt war viel zu hoch, als dass sich die Feinpartikel innerhalb einer angemessenen Frist auf natürliche Weise hätten absetzen können.

Um eine Überflutung der Baugruben und Arbeitsunterbrechungen zu vermeiden, begann der Kunde, das kontaminierte Wasser per Lkw zu einer externen Aufbereitungsanlage zu transportieren. So konnte das Projekt zwar weiterlaufen, die Kosten waren jedoch sehr hoch:

  • erhebliche Kosten für Transport und Aufbereitung
  • ineffiziente Abläufe und Verzögerungen
  • Umweltauswirkungen durch den massiven Einsatz von Tankwagen

Der Kunde benötigte eine schnellere und nachhaltigere Lösung, dank der das Wasser vor Ort aufbereitet und der Betrieb ohne Unterbrechung wiederhergestellt werden konnte.

Lösung

Die angebotene Lösung ließ sich schnell umsetzen und war zugleich effizient. Innerhalb kurzer Zeit wurden zwei maßgeschneiderte Wasseraufbereitungssysteme direkt am Projektstandort installiert:

  • zwei Systeme zur Dosierung der Koagulationsmittel, mit denen die Feinpartikel chemisch gebunden werden
  • zwei Lösungsmittel-Anlagen zur Verbesserung der Ausflockung der koagulierten Partikel

Das aufbereitete Wasser wurde dann in die vorhandenen Baker-Tanks des Kunden geleitet, wo sich die Schwebstoffe absetzten, bevor das Wasser sicher abgeleitet werden konnte.

Dank dieser Maßnahmen wurde dafür gesorgt, dass das Wasser direkt vor Ort den geltenden Normen für das Einleiten von Abwasser in die Umwelt gerecht wurde.

Die Ergebnisse waren sofort sicht- und messbar:

  • keine Abhängigkeit mehr von Tankwagen, die kontaminiertes Wasser vom Standort abtransportieren
  • Wegfall der Kosten für die externe Wasseraufbereitung
  • Abwasser, das den Normen für das Einleiten in die Umwelt entspricht
    rationalisierter Arbeitsablauf bei den Erdarbeiten und weniger Unterbrechungen

Was anfangs als auswegloser Fall erschien, entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt für agile Umwelttechnik, das sowohl Zeit als auch Geld spart und gleichzeitig strenge Umweltrichtlinien einhält.